Hotel/Camping
20.09.2014

Verantwortungsvoller Mitarbeiter seit zehn Jahren

Interview mit Solbadleiter Fernando Da Silva


Das Hotel Altein ist froh, auf treue Mitarbeiter wie Fernando da Silva zählen zu dürfen. Der Portugiese lebte sich in den Bergen schneller ein als gedacht. Heute hat er typisch schweizerische Hobbys.

Seit wann leben Sie in Arosa?
Fernando da Silva: Anfangs Wintersaison 1993 kam ich direkt aus Portugal in Arosa an. Ich dachte, in dieser Kälte könne man nicht überleben. 2003 begann ich meine Arbeit im Solbad des Hotels Altein.

Wie gestaltet sich Ihr Aufgabenbereich?
Jeden Morgen kontrolliere ich zuerst das Wasser. Um 8 Uhr leite ich die Wassergymnastik und das anschliessende Stretching. Danach folgen planmässige Technikkontrollen und Reinigungsarbeiten. Ausserdem helfe ich an der Solbadrezeption aus und massiere.

Was hat Sie motiviert in einem Hotel zu arbeiten?
Zuvor arbeitete ich in der Technikabteilung des Casinos Arosa, wo ich insbesondere den Umgang mit den Menschen schätzte. Wo gibt es mehr Gästekontakt als in einem Hotel? So bewarb ich mich auf die Stelle als Solbadtechniker im Hotel Altein.
Der damalige Direktor fragte mich nach der ersten Saison, ob ich die Solbadleitung übernehmen wolle. Anfänglich hegte ich Zweifel wegen der grossen Verantwortung und den Weiterbildungskursen – allesamt auf Deutsch. Rückblickend bin ich unglaublich froh, dass ich die Chance nutzte.

Welche Eigenschaften muss man als Mitarbeiter in einem Solbad mitbringen?
Man muss den Umgang mit Menschen mögen. Da die Gäste im Solbad sich sehr erholen, öffnen Sie manchmal auch Ihr Herz und wollen sich unterhalten und über Geschehnisse im Hotel oder auch privat reden. Es ist auch sehr wichtig, dass man sauber arbeitet und Hitze gut erträgt, da man die Hälfte seiner Arbeitszeit mit Reinigungsarbeiten verbringt.

Welches ist Ihr eindrücklichstes Erlebnis im Hotel Altein?
Es gibt nicht nur eines. Bereits drei Mal konnte ich durch mein Eingreifen Menschen vor dem Ertrinken retten. Jedes Mal bin ich ins Wasser gesprungen und mein Handy und Piepser gingen kaputt. Aber lieber hundert kaputte Handys und Piepser als ein fataler Unfall.

Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Ich habe zwei Kinder, bin seit sieben Jahren Truppenführer bei der Feuerwehr Arosa, fahre gerne Motorrad und spiele im Winter Curling. Ein Grillabend mit meiner Familie bereitet mir die grösste Freude. So entspanne ich nach einem hektischen Tag ausgezeichnet.

Keine Kommentare
*




*
*


* - Pflichtfeld

Archiv

 
.